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Tomatensamen Aussaatanleitung

VORWORT

Es gibt zahlreiche Anleitungen und Erfahrungsberichte für die Aussaat und Anzucht von Tomaten - jeder Gärtner hat seine eigene Methode, die er im Laufe seines Gärtnerlebens weiterentwickelt und verfeinert hat. Unsere Anleitung basiert ebenfalls auf unseren persönlichen Erfahrungen und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder eine 100%ige Erfolgsquote. Aber durch jahrelange Tests - auch unter sehr unterschiedlichen Bedingungen - können wir zumindest sagen, dass die Wahrscheinlichkeit, mit dieser Methode erfolgreich gesunde und widerstandsfähige Tomatenpflanzen anzuziehen, sehr hoch ist. Nachfolgend haben wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Anzucht von Tomatenpflanzen zusammengestellt:

BENÖTIGTES MATERIAL

Wenn man gut vorbereitet ist, dann macht die Aussaat von Tomatensamen umso mehr Spaß - und selbst eine größere Anzahl von Samen lässt sich durch gute Vorplanung effizient aussäen. Für eine schnelle, unkomplizierte und erfolgversprechende Aussaat von Tomatensamen benötigen wir folgendes:

  • Qualitätssaatgut nach Wahl (z.B. historische, samenfeste Sorten aus unserem Shop)
  • Aussaatgefäß mit Abzugslöchern und transparentem Deckel, der leicht zu schließen und zu öffnen sein sollten.
  • Gutes Aussaatsubstrat, das keimfrei, locker, strukturstabil und nur minimal vorgedüngt sein sollte
  • Gereinigtes Deckmaterial/Mulchmaterial wie z.B. Vermiculit, grober Sand oder feiner Kies/Splitt
  • Kleine Pflanzschildchen zum Beschriften mit Sortennamen (z.B. aus Holz oder Kunststoff)
  • Zusatzbeleuchtung/Pflanzenlampen (bei Bedarf)
  • 1 kleines Pikierholz
  • 1 kleine, kurze Pinzette (für das Aufnehmen und Platzieren der Samen)
  • 1 Paar Einmalhandschuhe (aus Kautschuk)
  • 1 Sprühflasche (mit destilliertem bzw. keimfreien Wasser)
  • 1 Ballbrause
  • ggf. etwas Flüssigdünger



TAG 0 - AUSSAATTERMIN

Wählen Sie einen Aussaattermin zwischen dem 1. und 15. März. Eine frühere Aussaat mag unter bestimmten Umständen und in bestimmten Regionen sinnvoll sein - man sollte allerdings bedenken, dass eine zu frühe Aussaat dazu führt, dass man zum Zeitpunkt der Auspflanzung zu große und dennoch schwache Pflanzen hat. Eine Aussaat nach dem 15. März kann wiederum bedeuten, dass gerade bei den spätreifenden Sorten der Ertrag minimal ausfällt und nicht genug Zeit vor dem ersten Frost bleibt, um ausreichend Früchte zu ernten.

Füllen Sie die gut gereinigten Aussaatgefäße ca. 4 cm hoch mit Anzuchtsubstrat. Wenn Sie reines Perlit oder Seramis als Substrat verwenden, sollten Sie das Material vorher in einem Haushaltssieb einmal gut durchspülen, um es von Staub und Schwebestoffen zu befreien - denn diese könnten das Substrat verschlämmen und die nötige Luftzufuhr zum Keimling verhindern. Glätten Sie das eingefüllte Substrat mit dem Rücken eines Löffels und platzieren Sie die Samen im Abstand von ca. 3 cm gleichmäßig auf der Oberfläche. Versuchen Sie eine Berührung des Saatgutes mit bloßen Händen zu vermeiden - Hautfette auf den Samen können das Eindringen von Feuchtigkeit, die zur Keimung benötigt wird, verhindern. Deshalb benutzen wir Kautschuk-Einmalhandschuhe und eine Pinzette zum Aufnehmen und Platzieren der einzelnen Samen.
Sprühen Sie mit der Sprühflasche etwas Wasser auf die Samen und decken Sie sie dann mit einer ca. 5 mm hohen Schicht Anzuchtsubstrat zu. Zum Schluss besprühen Sie das Ganze noch mal kräftig mit Wasser (so viel, dass auch das Substrat unterhalb der Saatschicht ausreichend feucht wird - überschüssiges Wasser sollte unten heraustropfen können). Vergessen Sie nicht, die Saatschalen mit den Pflanzschildchen (beschriftet mit Sortenname und Aussaatdatum) zu markieren!

Schließen Sie den Deckel der Aussaatschale und stellen Sie das Gefäß an einem hellen, warmen Ort auf (z.B. Fensterbank/Südfenster). Die Temperatur sollte tagsüber ca. 22-26° C betragen, nachts darf es etwas kühler sein. Ideal ist eine Zusatzbeleuchtung mit Pflanzenleuchten, die zwischen 12 und 16 Stunden eingeschaltet sein sollten. Dazu mehr im Themenbereich Anzuchtbeleuchtung.


TAG 7 - DIE ERSTEN KEIMLINGE


Sofern Sie bisher alles richtig gemacht haben, sollten spätestens eine Woche nach der Aussaat die ersten Keimlinge zu sehen sein. Frisches Saatgut kann unter idealen Bedingungen schon nach 3 Tagen keimen. Die ersten Blätter der Tomatenkeimlinge sind ziemlich klein, rundlich und sehen noch gar nicht wie Tomatenblätter aus - das ist normal, da es sich um die sogenannten Keimblätter (1. Blattpaar) handelt. In diesem Stadium ist es nun wichtig, dass die Keimlinge ausreichend Licht bekommen.

Mindestens 12 Stunden Helligkeit sind erforderlich, damit die kleinen Pflänzchen nicht 'vergeilen': Die Keimlinge versuchen durch übermäßiges Längenwachstum des Stängels, so nah wie möglich an die stärkste Lichtquelle zu wachsen. Die Folge sind dünne, glasige Stängel, die irgendwann umfallen, weil sie das Gewicht der Pflanze nicht mehr tragen können. Solche Pflänzchen sind besonders anfällig für Krankheiten, und aufgrund des instabilen Wuchses werden aus ihnen vermutlich niemals starke, widerstandsfähige Pflanzen. Wer mit dem Problem der Vergeilung seiner Zöglinge zu kämpfen hat, kann entweder versuchen, die Saatschale an einen helleren, aber nicht so warmen Ort zu stellen (z.B. ein Südfenster, aber ohne Heizung darunter); oder man versucht, die Keimlinge mit Zahnstochern zu stützen bzw. um den Stängel herum Substrat anzuhäufeln. Wer aber sichergehen will, auch eine gute Ernte einzufahren und gesunde Setzlinge auszupflanzen, der sollte lieber neu beginnen - noch ist genügend Zeit dafür (Aussaat bis 1. April möglich).

Außerdem wichtig: nehmen Sie zumindest für einige Stunden pro Tag den Deckel des Aussaatgefäßes ab und sorgen Sie damit für ausreichend Luftzirkulation. Wenn der Deckel auf dem Gefäß bleibt, riskiert man Fäule, Pilz- und Schimmelbildung und damit den Verlust seiner Keimlinge. Auch ein kleiner Ventilator, regelmäßiges, aber vorsichtiges Anpusten oder das sanfte Berühren stärkt die Keimlinge - man provoziert damit absichtlich mikroskopische Verletzungen der Wurzeln und des Stängels, wodurch die Widerstandskraft der Pflänzchen und damit ein kompakteres Wachstum. Vergessen Sie aber nicht, immer wieder die Feuchtigkeit des Substrates zu kontrollieren - es darf keinesfalls austrocknen. Bei Bedarf können Sie mit der Sprühflasche das Substrat einfeuchten.


TAG 14 - DAS ZWEITE (ECHTE) BLATTPAAR IST SICHTBAR


Mittlerweile sollten alle Keimlinge zu sehen sein, bei den meisten wird sich unter guten Bedingungen auch schon das 2. (sog. 'echte') Blattpaar entwickelt haben. Man kann jetzt bereits erkennen, ob die Pflanze 'kartoffelblättig' oder 'normalblättrig' wird. Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um die Keimrate zu begutachten. Bei Verwendung von Qualitätssaatgut und idealen Anzuchtvoraussetzungen sollte die Keimrate zwischen 95 und 99 % liegen. In den nächsten 7 Tagen werden sich die Pflanzen schnell weiterentwickeln - in einer Woche kann pikiert werden. Suchen Sie jetzt schon nach geeigneten Behältnissen/Töpfen für die Jungpflanzen. Gut geeignet sind Töpfe mit einem Fassungsvermögen von 0,5 l - z.B. unsere kompostierbaren 9 x 9 cm-Töpfe der Firma Biofibre. Wichtig ist, dass die Behälter Löcher im Boden haben, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Tipp: Sollte in den kommenden Tagen vor dem Pikieren die Sonne kräftig scheinen und sich das Südfenster stark erwärmen, könnte das zu viel für die kleinen Pflänzchen sein. Schattieren Sie das Fenster in der Mittagszeit oder stellen Sie die Aussaatschalen vorübergehend an ein West- oder Nordfenster. 'Streicheln' Sie die Pflänzchen mehrmals täglich mit der (frisch gewaschenen) Handfläche - das stärkt Stängel und Wurzelwerk.


TAG 21 - HEUTE WIRD PIKIERT!


Ihre Pflänzchen sollte mittlerweile ca. 3-5 cm hoch sein, mit dunkelgrünen Blättern, kräftigem Stängel und kompaktem Wuchs. Bereiten Sie nun alles für das Pikieren (Vereinzeln) vor: Sie benötigen ein Pikierholz (alternativ funktioniert das auch mit  ein Teelöffel oder einem alten Kugelschreiber ohne Mine), die bereits vorher ausgesuchten und gereinigten Töpfe, gewissenhaft vorbereitete Pflanzschildchen mit dem Sortennamen für jedes einzelne Pflänzchen sowie eine ausreichende Menge Topfsubstrat. Wir verwenden eine spezielle Substratmischung für die Weiterkultur unserer Tomatenpflänzchen: Reifer, gesiebter Kompost mit 1/3 Perlit oder Seramis, 1/3 Kokosfaser sowie etwas scharfem Maurersand. Natürlich können Sie auch unsere Goldberg Gartenschatz Aussaaterde oder die Bio-Kräuter- und Topferde für die Weiterkultur verwenden. Füllen Sie die Töpfe bis zur Oberkante mit der Substratmischung und drücken Sie sie mit der Hand etwas fest, sodass die Oberfläche ca. 1 cm unter dem Topfrand liegt.

Falls Sie Ihre Keimlinge nicht in unserer Goldberg Gartenschatz Aussaaterde angezogen haben, sondern in reinem Perlit oder Seramis, können Sie die Keimlinge nun einfach vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger im unteren Stängelbereich festhalten und aus dem Substrat herausziehen. Bei Keimlingen, die in Aussaaterde, Torfquelltöpfen oder in einer Mischung mit Kokosfasern gewachsen sind, gestaltet sich das etwas schwieriger, da sich die feinen Wurzeln gerne in dem Substrat verhaken und abreißen könnten, würde man sie einfach herausziehen. In diesem Fall - und so machen wir das schon seit vielen Jahren ohne Probleme - nehmen Sie einfach das Pikierholz, oder besser noch einen sog. 'Widger', zu Hilfe. Lockern Sie das Substrat um die Pflänzchen und heben Sie sie mit Hilfe des Widgers mitsamt den Wurzeln heraus.

Mit dem rundlicheren Ende des Pikierholzes stoßen Sie ein Loch in die Erdmischung, die sich bereits in den Töpfen für die Weiterkultur befindet. Die Tiefe der Löcher richtet sich nach der Größe der Keimlinge: nach dem Einsetzen sollte das 1. Blattpaar (Keimblätter) gerade so die Oberfläche des Substrates berühren. Nehmen Sie beim Einsetzen vier Finger gleichzeitig zur Hilfe, setzen Sie den Keimling vorsichtig in das Loch und drücken Sie die Erdmischung rundherum gleichmäßig fest. Wichtig ist, dass der Stängel der Pflänzchen guten Erdkontakt hat. Hier bilden sich später weitere Wurzeln, die der Pflanze Stabilität verleihen und ihren Wuchs fördern. Setzen Sie auf diese Weise alle Keimlinge in die Töpfe und stellen Sie sie entweder an einen hellen, aber etwas kühleren Platz an einem Fenster, oder aber gleich ins beheizte Gewächshaus. Der Lichtbedarf der Pflänzchen ist nun sehr hoch - wer spät dran ist, kann jetzt bis zu 24 Stunden Zusatzbeleuchtung geben - das vertragen Tomaten-, Paprika- und Chilipflanzen sehr gut und legen jeden Tag kräftig im Wuchs zu. Reduzieren Sie die Wassergaben so, dass das Substrat feucht, aber keinesfalls nass ist. In weiteren 14-28 Tagen kann - je nach Witterung - ausgepflanzt werden.

Tipp: Vergessen Sie nicht, die Pflänzchen weiterhin mehrmals am Tag zu streicheln, um kräftigen, widerstandsfähigen und kompakten Wuchs zu fördern!


TAG 28 - HEUTE WIRD PIKIERT!

In dieser Woche sollten Sie nur regelmäßig kontrollieren, ob die Pflanzen ausreichend feuchtes Substrat haben. Auch kleine Düngergaben in Form von starke verdünntem Flüssigdünger können helfen, die Pflanze gesund und kräftig wachsen zu lassen. Mit unserem Goldberg Gartenschatz Bio-Tomatendünger auf Vinassebasis können Sie hier nichts falsch machen: Ein Verbrennen der feinen Wurzeln ist mit diesem milden Dünger praktisch ausgeschlossen - ganz im Gegensatz zu handelsüblichen, synthetisch hergestellten Salznährlösungen. Aber auch biologisch-dynamische Präparate wie z.B. Schachtelhalmbrühe oder Brennsesseljauche (stark verdünnt) kräftigt die Pflanzen. Versuchen Sie, die Pflanzen keinen Temperaturen über 18° C auszusetzen - sie wachsen sonst zu schnell und werden instabil.


TAG 35 - MIT DER ABHÄRTUNG BEGINNEN

Ihre Tomatenpflanzen sollten nun schon recht stattlich aussehen, mit kräftigem Stängel und gesunden, dunkelgrünen Blättern. Gießen Sie sparsam, um das Wurzelwachstum anzuregen (ein zu feuchtes Substrat lässt die Pflanzen 'faul' werden - sie bemühen sich nicht mehr durch Ausbreitung ihrer Wurzeln an weiter entfernte Wasserreserven zu gelangen und werden dann später kümmern und zu wenige Nährstoffe aufnehmen). Zum Gießen eignet sich ab diesem Stadium am besten eine sog. Ballbrause. Mit der Sprühflasche ist das Gießen einfach zu mühsam.
Sofern es die Tagestemperaturen erlauben (ca. 15° C sollten es schon sein), können Sie die Pflanzen langsam abhärten und an die Außentemperaturen gewöhnen. Stellen Sie die Pflanzen tagsüber so lange wie möglich nach draußen, an einen warmen, windgeschützten Platz. Zugluft und direktes Sonnenlicht sollten unbedingt vermieden werden - auch Tomatenpflanzen können Sonnenbrand bekommen! Gewöhnen Sie Ihre Schützlinge nur ganz langsam an die Bedingungen im Freiland und düngen Sie wenig. In ca. 1 Woche können Sie die Pflanzen auspflanzen bzw. in ihre endgültigen Pflanzkübel umtopfen.

TAG 42 - ENDLICH AUSPFLANZEN!

Je nachdem, wann Sie mit der Anzucht Ihrer Tomaten begonnen haben, können Sie Ihre Tomatenpflanzen nun an ihren endgültigen Standort bringen und auspflanzen. Warten Sie mit dem Aussetzen ins Freiland aber unbedingt die 'Eisheiligen' ab - das sind die kalten Nächte rund um den 15. Mai (manchmal auch eine Woche früher oder später). Tomaten sind sehr Spätfrostgefährdet, und es wäre doch schade, wenn all die Mühe umsonst gewesen wäre! Also üben Sie sich lieber noch in etwas Geduld und schauen Sie aufs Thermometer und die Wettervorhersage. Für Gewächshausbesitzer sind ein paar kalte Nächte nicht so schlimm, die Pflanzen sollten groß und kräftig genug sein, um sporadisch fallende Temperaturen aushalten zu können. Sobald die Bodentemperatur um 10° C liegt, können die Pflanzen ins Freiland gesetzt werden.


TAG 49 - ANBINDEN, AUSGEIZEN, DÜNGEN


Sobald sich die Pflanzen an ihren neuen Standort gewöhnt haben, sollten Sie einen starken Wachstumsschub machen. Das können unter guten Bedingungen bis zu 3 cm pro Tag sein! Da der Nährstoffbedarf der Pflanzen mit zunehmender Größe, Seitentriebbildung und Blütenansatz steigt, muss man je nach Art und Zusammensetzung des Bodens bald mit der regelmäßigen Düngung beginnen. Wenn der Boden vor der Pflanzung mit gutem Kompost, Hornspänen, Steinmehl, Pflanzenkohle bzw. -asche usw. angereichert worden ist, kann der Nährstoffvorrat für eine ganze Weile ausreichen. Ansonsten sollte man ab der 2. Woche nach dem Auspflanzen der Setzlinge mit der wöchentlichen Gabe von flüssigem Tomatendünger, z.B. unserem Goldberg Gartenschatz Bio-Tomatendünger mit Calcium, beginnen. Außerdem kann man in diesem Wachstumsstadium bereits mit dem Ausgeizen der Seitentriebe beginnen. 'Ausgeizen' bedeutet, die Triebe in den Blattachseln manuell zu entfernen. Die Pflanzen entwickeln dadurch weniger Blattmasse, die Früchte werden weniger beschattet und der Wuchs ist insgesamt schlanker und zugänglicher. Weiterer Vorteil ist, dass die Pflanzen mehr Kraft für den Blütenansatz und die Ausbildung großer Früchte haben. Tipp: Benutzen Sie zum Ausgeizen kein Messer und keine Schere, sondern Ihren Fingerspitzen. Mit dem Messer könnten Sie die Pflanze auch an anderen Trieben und am Leittrieb verletzen, und eine glatte Schnittwunde verheilt wesentlich langsamer und schlechter, als die Wunde, die das 'Auskneifen' mit den Fingern hinterlässt. Offene Wunden an der Pflanze bieten Erregern und Viren eine Eintrittsmöglichkeit, wodurch ein Krankheitsbefall gefördert wird - und auch Keime, die an den Schnittflächen des Werkzeugs haften, können so übertragen werden. Wichtig: waschen Sie sich regelmäßig die Hände während des Ausgeizens!


TAG 53 UND FOLGENDE


In den kommenden Wochen gibt es nicht allzu viel zu tun. Gießen und düngen Sie die Tomatenpflanzen bei Bedarf und vergessen Sie nicht das Ausgeizen. Auch eine regelmäßige Kontrolle der Bindeschnüre bzw. -clips ist empfehlenswert - die Schnüre könnten die immer stärker werdenden Stängel der Pflanze einschnüren. Außerdem sollten die Leit- und Fruchtriebe immer wieder angebunden werden, damit sie aufgrund ihres Gewichtes nicht abknicken. Mulchen Sie den Boden rund um die Tomatenpflanzen immer wieder mit Rasenschnitt (ca. 5-10 cm dick), entfernen Sie kranke oder braune, abgestorbene Blätter und achten Sie auf genügend Luftzirkulation (vor allem im Gewächshaus) und guten Windschutz. Bis zur Ernte vergehen jetzt je nach Sorte noch zwischen 35 und 75 Tage. Freuen Sie sich jetzt schon auf saftige, bunte Früchte und eine reiche Ernte!

Viel Erfolg beim Tomatenanbau wünscht Goldberg Gartenschatz!

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© Till Gabriel / Goldberg Gartenschatz 2012-2017

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